Umbau der Dondorf-Druckerei mit Hessischem Staatspreis für Architektur und Städtebau ausgezeichnet

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Frankfurt

ffm. Ein toller Erfolg für ein außergewöhnliches Projekt in Frankfurt: Der Umbau der ehemaligen Dondorf-Druckerei ist mit dem Hessischen Staatspreis für Architektur und Städtebau in der Kategorie „Innenarchitektur“ ausgezeichnet worden. Geehrt wurden Bjoern Schmidt Architektur aus Frankfurt am Main und raumlabor Bader Gerstenberg Hofmann GbR aus Berlin sowie die Schirn Kunsthalle als Bauherrin.

Das historische Backsteingebäude der ehemaligen Dondorf-Druckerei wurde ertüchtigt und umgebaut und dient aktuell der Schirn als Interimsstandort.

Für die Jury begründet Prof. Carsten Wiewiorra die Auszeichnung mit den Worten: „Dieses Projekt zeigt beispielhaft, dass Innenarchitektur Geschichte bewahren, Bestehendes weiterentwickeln und Räume schaffen kann, die Identität stiften und gesellschaftliches Leben ermöglichen. Gerade diese Verbindung aus Respekt vor dem Bestand, gestalterischer Präzision und kultureller Verantwortung macht diese Transformation zu einer herausragenden Leistung.“

Die Ertüchtigung der ehemaligen Dondorf-Druckerei wurde ermöglicht, weil sich das Land Hessen, dem das Gebäude gehört und die Stadt Frankfurt als Trägerin der Schirn Kunsthalle auf eine Lösung über den Umgang mit dem Gebäude geeinigt haben.

Das Land stellt der Schirn die Räumlichkeiten mietfrei zur Verfügung, die Ertüchtigung des Gebäudes zur Nutzung durch die Schirn wurde von der Stadt Frankfurt finanziert.

Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, freut sich, dass dieser jetzt auch noch ausgezeichnet wurde: „Ich war schon vor Fertigstellung begeistert, wie stilvoll und mit welch gutem Gespür die Architektinnen und Architekten in Zusammenarbeit mit dem Team der Schirn dieses historische Gebäude mit viel Feingefühl zu neuem Leben erweckt haben. Dass diese gute Verbindung zwischen alter Bausubstanz und moderner Ausstattung, die den Ansprüchen heutiger hochwertiger Kunstausstellungen gerecht wird, jetzt einen renommierten Architekturpreis gewonnen hat, freut mich wirklich sehr.“

Auch Sebastian Baden, Direktor der Schirn, ist entsprechend stolz auf die Auszeichnung: „Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung, die natürlich vorrangig den wunderbaren Architekten gebührt. Unsere Teams haben sehr eng zusammengearbeitet, damit die Bedürfnisse, die wir an die Räumlichkeiten stellen mit einfließen können in den Umbau in kürzester Zeit. Wichtig war es uns dabei, den Bestand zu schonen, die Identität des Gebäudes wieder herauszuarbeiten und das Gebäude zur Nachbarschaft zu öffnen. Es erfüllt uns jeden Tag mit großer Freude wie gut dieser offene Kunstort von unseren Gästen angenommen wird. Entsprechend stolz sind wir natürlich jetzt alle.“

Der Hessische Staatspreis für Architektur und Städtebau wird alle drei Jahre von der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen (AKH) und dem Hessischen Finanzministerium vergeben. Die sanierte Dondorf-Druckerei ist auch für den DAM-Preis des Deutschen Architekturmuseums nominiert und steht auf der Short List. Der Sieger wird im Januar 2027 bekannt gegeben.

Foto Foyer der Schirn in der ehemaligen Dondorf Druckerei, Copyright: Schirn Kunsthalle Frankfurt 2025, Foto: Norbert Miguletz