Vapes, Alkohol, Lachgas & Co.

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Darmstadt

Quelle: Shutterstock – PeopleImages.com - Yuri_A Neue Nikotinprodukte wie Vapes und Snus, der Konsum von Lachgas, Cannabis und Alkohol: Das Konsumverhalten von Jugendlichen verändert sich dynamisch. Viele dieser Entwicklungen bergen erhebliche gesundheitliche Risiken und ein nicht zu unterschätzendes Abhängigkeitspotenzial. Um über aktuelle Entwicklungen, Risiken und Unterstützungsangebote zu informieren, laden die Fachstellen Suchtprävention der Wissenschaftsstadt Darmstadt und des Landkreises Darmstadt-Dieburg zu einer öffentlichen Informationsveranstaltung am 9. April von 16 Uhr bis 18 Uhr in das Suchthilfezentrum des Caritasverbands Darmstadt ein.Die Veranstaltung richtet sich an Eltern, pädagogische Fachkräfte, Multiplikatoren und weitere Interessierte. Die Teilnahme ist kostenfrei. Eine verbindliche Anmeldung ist bis zum 1. April 2026 möglich. Bei der Anmeldung per E-Mail an psf@ladadi.de sind Name, Vorname, Institution und Kontaktdaten anzugeben.Im Mittelpunkt stehen aktuelle Entwicklungen im Konsumverhalten von 14- bis 27-Jährigen. Neben bekannten Phänomenen wie E-Zigaretten, Cannabis oder Lachgas gibt es immer wieder auch neue Trends, die aufmerksam beobachtet werden müssen. Nikotinzahnstocher etwa sind mit Nikotin versetzte Stäbchen, die im Mund getragen werden und über die Mundschleimhaut Nikotin abgeben. Sie werden als diskrete Alternative zu Zigaretten oder Vapes genutzt, sind leicht zu konsumieren und dadurch insbesondere für Jugendliche attraktiv. Die vermeintlich harmlose Form darf jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass auch hier ein hohes Risiko für eine schnelle Nikotinabhängigkeit besteht und die dadurch konsumierten Nikotinmengen teilweise erheblich sind.Als Experten beteiligen sich unter anderem die Mobile Jugendarbeit des Werkhof e.V., das Suchthilfezentrum der Caritas, das Gesundheitsamt sowie die Polizeidirektion Darmstadt-Dieburg. Neben fachlichen Impulsen bietet eine moderierte Expertenrunde praxisnahe Einschätzungen und konkrete Handlungsempfehlungen für Eltern, Freunde und Fachkräfte.Ziel der Veranstaltung ist es, das bestehende Hilfesystem transparent zu machen, Fragen aufzugreifen und betroffene junge Menschen sowie deren Angehörige passgenau in geeignete Unterstützungsangebote zu lotsen.Barbara Akdeniz, Bürgermeisterin der Wissenschaftsstadt Darmstadt, betont: „Der Schutz und die Stärkung junger Menschen ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Mit dieser Veranstaltung schaffen wir Transparenz über aktuelle Konsumtrends und zeigen konkrete Hilfsangebote auf. Prävention gelingt besonders dann, wenn Politik, Fachstellen und Zivilgesellschaft gemeinsam Verantwortung übernehmen.“Christel Sprößler, Sozialdezernentin des Landkreises Darmstadt-Dieburg, ergänzt: „Gerade der gemeinschaftliche Auftritt und die Bündelung unserer Expertise haben sich als besonders wirksam erwiesen. Wir möchten Orientierung bieten, Unsicherheiten abbauen und Menschen gezielt in die passenden Unterstützungsstrukturen vermitteln. Unser Hilfesystem ist leistungsfähig – wir wollen es sichtbar und niedrigschwellig zugänglich machen.“Im September wird es eine weitere Veranstaltung aus dieser Reihe zum Thema „Medienkonsum“ geben. Das genaue Datum wird noch bekannt gegeben. Für Rückfragen stehen die Fachstellen Suchtprävention zur Verfügung: Fachstelle Suchtprävention Darmstadt – Netzwerk ROPE e.V. (Telefon: 06151 / 1364771 oder 0157 80697256) oder die Fachstelle Suchtprävention des Landkreises Darmstadt-Dieburg (Telefon: 06151 / 881-1524 oder 0151 59061117).