Verkehrsplanung mit Augenmaß mithilfe von Simulationen
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Die Wissenschaftsstadt Darmstadt setzt bei Veränderungen im Straßenraum auf eine sorgfältige Prüfung der Auswirkungen auf alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer. Verkehrsströme werden vor der Umsetzung einer Maßnahme untersucht und nötigenfalls mithilfe von Verkehrssimulationen betrachtet. Nach der Umsetzung werden die tatsächlichen Auswirkungen überprüft und mit den vorherigen Annahmen abgeglichen.Dass dieses Vorgehen belastbare Ergebnisse liefert, zeigt die angepasste Verkehrsführung am Knotenpunkt Eschollbrücker Straße/Heidelberger Straße. Dort war im Zuge der Herstellung einer durchgängigen Radverkehrsführung in Richtung Innenstadt die Zahl der Fahrstreifen für den linksabbiegenden Kfz-Verkehr in Richtung Innenstadt reduziert worden. Die Auswirkungen auf den Verkehrsfluss waren im Vorfeld untersucht worden.Die Beobachtungen nach der Umsetzung bestätigen die vorangegangene Simulation: Auch zu den Hauptverkehrszeiten funktioniert der Knotenpunkt zuverlässig. Auffällige Rückstausituationen konnten nicht festgestellt werden. Gleichzeitig konnte die Radverkehrsführung entlang der Heidelberger Straße verbessert werden.„Veränderungen im Straßenraum müssen gut vorbereitet sein. Deshalb schauen wir uns vorher genau an, welche Auswirkungen eine Planung auf den Verkehr haben wird. Simulationen helfen uns dabei, Verkehrsabläufe realistisch abzubilden und unterschiedliche Varianten zu bewerten“, erklärt Mobilitätsdezernent Paul Georg Wandrey. „Das Beispiel Eschollbrücker Straße zeigt, dass diese Instrumente funktionieren und belastbare Aussagen ermöglichen.“Dabei gehe es ausdrücklich darum, alle Verkehrsarten zusammen zu betrachten. „Ich kann den Wunsch nach einer schnelleren Umsetzung von Maßnahmen für den Radverkehr grundsätzlich nachvollziehen und trage diesem durch politische Entscheidungen Rechnung. Für ein gutes Miteinander im Verkehr müssen wir aber immer auch die Auswirkungen auf den Kfz-Verkehr betrachten und dessen Funktionsfähigkeit gewährleisten“, so Wandrey. „Wenn wir beispielsweise eine Verbesserung für den Fuß- oder Radverkehr planen, betrachten wir auch die Auswirkungen auf den Kfz-Verkehr und ÖPNV. Sicherheit und Funktionsfähigkeit müssen für alle gewährleistet sein. Gerade bei einem so wichtigen Knotenpunkt gilt für mich: Gründlichkeit geht vor Schnelligkeit“