„Vielfalt ist keine Garantie für Gleichberechtigung“

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Frankfurt

Fachtagung im AmkA entwickelt Ansätze gegen antimuslimischen Rassismus in Behörden

ffm. Am Donnerstag, 27. November, hat im stadtRAUMfrankfurt die Fachveranstaltung „Antimuslimischer Rassismus in Behörden stattgefunden: Herausforderungen und Handlungsperspektiven – Impulse und Praxisansätze für eine rassismussensible Verwaltung“ statt. 80 Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft diskutierten praxisorientierte Ansätze für diskriminierungssensibles Verwaltungshandeln sowie notwendige strukturelle Veränderungen, um Vertrauen, Teilhabe und Gleichbehandlung im behördlichen Kontext nachhaltig zu stärken.

Mit praxisnahen Workshops, intensiven Diskussionen und einem breiten Austausch unter Fachleuten setzte die Veranstaltung wichtige Impulse für eine gerechtere Verwaltungskultur. Sie verdeutlichte, wie zentral diskriminierungssensible Strukturen für gesellschaftlichen Zusammenhalt sind – und dass der Weg hin zu mehr Chancengerechtigkeit nur gemeinsam gestaltet werden kann. Neben Impulsen von Expertinnen und Experten thematisierten verschiedene Panels Herausforderungen im Verwaltungshandeln und beleuchteten Synergien zwischen Behörden und Zivilgesellschaft.

Als Veranstalter fungierten das Amt für multikulturelle Angelegenheiten (AmkA) und CLAIM, eine Allianz von 50 muslimischen und nichtmuslimischen Akteurinnen und Akteuren der Zivilgesellschaft gegen antimuslimischen Rassismus.

Bürgermeisterin und Diversitätsdezernentin Nargess Eskandari-Grünberg betonte in ihrer Begrüßung die Verantwortung öffentlicher Institutionen, Diskriminierung entschieden entgegenzutreten und das Vertrauen der Bürgerinnen und Bürgern aktiv zu stärken: „Frankfurt ist vielfältig – und diese Vielfalt ist unsere gemeinsame Stärke. Doch sie ist keine Garantie für Gleichberechtigung. Menschen mit muslimischem Hintergrund berichten weiterhin von abwertenden Bemerkungen, Misstrauen und struktureller Diskriminierung, auch im Kontakt mit Behörden. Als Stadt tragen wir Verantwortung, allen Menschen mit derselben respektvollen Haltung zu begegnen – unabhängig davon, wie sie heißen, aussehen oder welchen Glauben sie haben. Eine rassismussensible Verwaltung ist kein Zusatz, sondern ein Zeichen professionellen Handelns und gelebter Demokratie.“ 

Eskandari-Grünberg hob zudem die fortlaufenden Bemühungen der Stadtverwaltung hervor, diskriminierungssensible Strukturen zu stärken – von Schulungen zu unbewussten Vorurteilen bis hin zur Arbeit der Stabsstelle Antidiskriminierung im Diversitätsdezernat sowie der Ombudsstelle Antidiskriminierung im AmkA. Die Ombudsstelle unterstützt Menschen, die im Kontakt mit Ämtern und Betrieben der Stadt Frankfurt am Main Diskriminierung erfahren haben. Informationen dazu finden sich unter Infos für Betroffene von Diskriminierung | AMKA .