Vogelgrippe bei einem Wildvogel im Stadtgebiet
Bild: © Sophie Ament / Stadt Aschaffenburg
Im Stadtgebiet Aschaffenburg wurde bei einem weiteren Wildvogel die Aviäre Influenza - auch Vogelgrippe oder Geflügelpest genannt - festgestellt. Bei der gefundenen Wildente liegt seit gestern die amtliche Bestätigung des Ergebnisses durch das Friedrich-Löffler-Institut - kurz LFI - vor.
Eine Ansteckung des Menschen mit dem Erreger über infizierte Vögel oder deren Ausscheidungen ist in Deutschland bislang nicht bekannt, kann aber bei intensivem Kontakt mit infiziertem Geflügel in seltenen Fällen nicht ausgeschlossen werden. Der Kontakt zu kranken oder toten Wildvögeln sollte daher vermieden werden. Nach einem Kontakt mit toten Wildvögeln wird empfohlen die Hände gründlich mit Seife zu waschen. Daneben sollte in diesen Fällen für 48 Stunden kein Kontakt zu Geflügelhaltungen stattfinden. Auch andere Tiere wie Hunde und Katzen sollten nicht in den direkten Kontakt mit verendeten Wildvögeln kommen.
Wer Wassergeflügel wie Schwäne, Enten und Gänse, Raubvögel wie Eulen und Bussarde, Krähenvögel oder auch Kraniche, Störche und Reiher tot auffindet, wird gebeten, diese Funde dem Veterinäramt am Landratsamt Aschaffenburg zu melden. Totfunde, zum Beispiel von Tauben und Singvögeln, sind für das aktuelle Geschehen weniger bedeutsam und sollten nur dann gemeldet werden, wenn mehrere tote Vögel dieser Arten an einem Ort innerhalb eines eng begrenzten Zeitraums gefunden werden. Die Meldung ist digital auf der Website des Landratsamts unter www.landkreis-aschaffenburg.de/veterinärwesen möglich.
Um auch eine potentielle Einschleppung in Hausgeflügelbestände weiterhin zu verhindern, werden Halterinnen und Halter von Haus- und Nutzgeflügel um besondere Beachtung der „Biosicherheit“ gebeten.