Vom Tropenmediziner zum Rassenforscher: Vortrag über den Gründer des Weltkulturen Museums
ffm. Am Montag, 2. Februar, spricht Monique Ligtenberg um 18 Uhr im
Institut für Stadtgeschichte über den Tropenmediziner Bernhard Hagen
(1853 bis 1919), der 1904 das heutige Weltkulturen Museum in Frankfurt
gegründet hat.
Der Vortrag „Vom Tropenmediziner zum Rassenforscher – Eine Verflechtungsgeschichte zwischen Sumatra, Neuguinea und Frankfurt“ beleuchtet die transnationale Karriere des Mediziners und Anthropologen Bernhard Hagen. Nach über zehn Jahren Tätigkeit in der kolonialen Plantagenwirtschaft in Indonesien, damals Niederländisch-Ostindien, und auf der Insel Neuguinea, damals Teil Deutsch-Neuguineas, gründete er das „Städtische Völkermuseum“ in Frankfurt. Seine Biografie zeigt, wie koloniale Medizin, Rassenforschung und wissenschaftliche Netzwerke in den verschiedenen kolonialen Kontexten der Niederlande und Deutschlands die Entstehung des Museums prägten. [Bild: Bernhard Hagen in seinem Büro mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (v.l.) Dr. Vatter, Dr. Lehmann, Frau Göttert und Frau Isbert circa 1908, Copyright: Weltkulturen Museum]
Die Referentin Monique Ligtenberg ist Historikerin an der ETH Zürich
mit Schwerpunkt auf Kolonial- und Wissenschaftsgeschichte. Ihre
Dissertation beleuchtete die Rolle deutschsprachiger Ärzte im
niederländischen Kolonialreich. Gegenwärtig forscht sie zur Provenienz
naturhistorischer Sammlungen in der Schweiz.
Das Weltkulturen Museum möchte mit der Einladung Ligtenbergs einen Auftakt setzen für eine stadtweite Auseinandersetzung mit dem Museumsgründer Bernhard Hagen und den wissenschaftlichen Netzwerken im Frankfurt der Kolonialzeit.
Der Vortrag wird vom Weltkulturen Museum in Kooperation mit dem Institut für Stadtgeschichte veranstaltet und findet im Institut für Stadtgeschichte, Münzgasse 9, statt. Der Eintritt ist frei. Da die Platzzahl begrenzt ist, wird um rechtzeitiges Erscheinen gebeten.
Foto Bernhard Hagen in seinem Büro mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (v.l.) Dr. Vatter, Dr. Lehmann, Frau Göttert und Frau Isbert circa 1908, Copyright: Weltkulturen Museum
Kontakt für die Medien
Kristina Matron, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Institut für Stadtgeschichte Frankfurt am Main, Telefon 069/212-30956,
E-Mail kristina.matron@stadt-frankfurt.de
Christine Sturm und Christina Henneke, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Weltkulturen Museum, E-Mail presse.weltkulturen@stadt-frankfurt.de
Der Vortrag „Vom Tropenmediziner zum Rassenforscher – Eine Verflechtungsgeschichte zwischen Sumatra, Neuguinea und Frankfurt“ beleuchtet die transnationale Karriere des Mediziners und Anthropologen Bernhard Hagen. Nach über zehn Jahren Tätigkeit in der kolonialen Plantagenwirtschaft in Indonesien, damals Niederländisch-Ostindien, und auf der Insel Neuguinea, damals Teil Deutsch-Neuguineas, gründete er das „Städtische Völkermuseum“ in Frankfurt. Seine Biografie zeigt, wie koloniale Medizin, Rassenforschung und wissenschaftliche Netzwerke in den verschiedenen kolonialen Kontexten der Niederlande und Deutschlands die Entstehung des Museums prägten. [Bild: Bernhard Hagen in seinem Büro mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (v.l.) Dr. Vatter, Dr. Lehmann, Frau Göttert und Frau Isbert circa 1908, Copyright: Weltkulturen Museum
Das Weltkulturen Museum möchte mit der Einladung Ligtenbergs einen Auftakt setzen für eine stadtweite Auseinandersetzung mit dem Museumsgründer Bernhard Hagen und den wissenschaftlichen Netzwerken im Frankfurt der Kolonialzeit.
Der Vortrag wird vom Weltkulturen Museum in Kooperation mit dem Institut für Stadtgeschichte veranstaltet und findet im Institut für Stadtgeschichte, Münzgasse 9, statt. Der Eintritt ist frei. Da die Platzzahl begrenzt ist, wird um rechtzeitiges Erscheinen gebeten.
Foto Bernhard Hagen in seinem Büro mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern (v.l.) Dr. Vatter, Dr. Lehmann, Frau Göttert und Frau Isbert circa 1908, Copyright: Weltkulturen Museum
Kontakt für die Medien
Kristina Matron, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Institut für Stadtgeschichte Frankfurt am Main, Telefon 069/212-30956
Christine Sturm und Christina Henneke, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Weltkulturen Museum, E-Mail presse.weltkulturen@stadt-frankfurt.de