Vortrag: Ein Asyl für Obdachlose? Das Institut für Sozialforschung im amerikanischen Exil

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Frankfurt

ffm. Am Mittwoch, 11. Februar, findet um 18 Uhr im Archäologischen Museum Frankfurt am Main (AMF) ein Vortrag der Gesellschaft für Frankfurter Geschichte statt. Die Veranstaltung ist aus der Reihe „Jenseits der Stadtgrenzen: Gespräche über bekannte und weniger bekannte Frankfurter“. Referent des Vortrags „Ein Asyl für Obdachlose? Das Institut für Sozialforschung im amerikanischen Exil“ ist Prof. Philipp Lenhard aus München.

„Ein Asyl für Obdachlose“ überschreibt Lenhard in seinem Buch „Café Marx“ die Zeit des Frankfurter Instituts für Sozialforschung (IfS) im Exil in den Jahren 1933 bis 1949. Der Vortrag beschäftigt sich mit der Frage, unter welchen Bedingungen und mit welchen Forschungsschwerpunkten Theodor W. Adorno, Max Horkheimer, Franz L. Neumann, Friedrich Pollock und andere Mitarbeiter das IfS im Exil weiterführten. Als das Institut im Juli 1933 von der Gestapo wegen „staatsfeindlicher Bestrebungen“ geschlossen wurde, war mit der Genfer Außenstelle bereits ein Zufluchtsort etabliert. Von dort aus konnte die Emigration der Mitarbeiter organisiert werden. 1934 kam das Institut in den Räumen der Columbia University in New York unter. Auch hier nahm die Flüchtlingshilfe großen Raum im Institutsalltag ein, aber auch die Forschung zu Autoritarismus und Antisemitismus. In dieser Zeit entstanden die Dialektik der Aufklärung (1944) und andere wegweisende Werke der Kritischen Theorie.

Dem Vortrag folgt ein gemeinsames Gespräch mit Sylvia Asmus, Direktorin des Deutschen Exilarchivs Frankfurt. Uwe Paulsen moderiert das Gespräch.

Die Veranstaltung im AMF, Karmelitergasse 1, beginnt um 18 Uhr, Einlass ist um 17.30 Uhr. Der Vortrag ist für Mitglieder der Kooperationspartner Gesellschaft für Frankfurter Geschichte, Freunde des Archäologischen Museums, Frankfurter Historische Kommission ermäßigt. Es wird darum gebeten, den Mitgliedsausweis mitzubringen. Nichtmitglieder zahlen sechs Euro. Für Schülerinnen und Schüler, Studierende und Inhaberinnen und Inhaber des Frankfurt- und Kulturpasses kostet der Eintritt drei Euro.