Wer übernimmt die Krankenhauskosten von Nichtversicherten?

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Frankfurt

Kämmerer Bergerhoff lud zur dritten Krankenhauskonferenz in den Römer

ffm. Am Donnerstagabend, 4. Dezember, kam im Rathaus Römer auf Einladung von Stadtkämmerer Bastian Bergerhoff die bereits dritten Frankfurter Krankenhauskonferenz zusammen. „Wir hatten wieder einen guten, konstruktiven und vertrauensvollen Dialog zwischen dem Magistrat und den Geschäftsführungen der Frankfurter Krankenhäuser“, berichtet Bergerhoff, der im Magistrat der Stadt auch für die Kliniken und das Klinikreferat zuständig ist.

„Inhaltlich stand die Übernahme von Krankenhauskosten durch das Sozialamt im Vordergrund, etwa bei Nichtversicherten“, führt Bergerhoff weiter aus. Neben den Geschäftsführungen aller Frankfurter Kliniken, dem Geschäftsführenden Direktor der Hessischen Krankenhausgesellschaft Prof. Steffen Gramminger und einer Vertreterin des Dezernats für Soziales und Gesundheit nahmen daher auch Vertreterinnen und Vertreter des Jugend- und Sozialamts an dem Austausch teil.

Tatsächlich müssen sich Kliniken immer häufiger an das Sozialamt wegen offener Rechnungen beziehungsweise nicht erstatteter Kosten wenden. Doch bislang sind kaum belastbare Informationen verfügbar, welche Fallgruppen die größten Kosten verursachen. Als Ergebnis des Treffens vereinbarten die Vertreterinnen und Vertreter des Jugend- und Sozialamtes und der Kliniken, die Situation verbessern zu wollen. So wurde eine gemeinsame Bestandsaufnahme verabredet, auf deren Grundlage ein einheitliches Vorgehen zur Klärung der Kostenträgerschaft erarbeitet werden soll. Hierbei stehen neben der Frage nach Verbesserungspotenzial bei den Abläufen auch eventuelle Verbesserungsvorschläge hinsichtlich der gesetzlichen Grundlagen im Dialog mit Bund und Land im Fokus.

Neben einem Rückblick auf die zweite Frankfurter Krankenhauskonferenz und deren Ergebnisse fand außerdem eine rege Debatte über die aktuelle Krankenhausplanung in Hessen und über den Stand der Krankenhausreform statt. Ein weiteres Thema waren die Pläne der Bundesregierung zur Begrenzung der Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenkasse.

„Wir haben mit der Frankfurter Krankenhauskonferenz eine gute und fruchtbare Austauschplattform mit den Trägern und den einzelnen Häusern in Frankfurt gefunden und werden das Format auch im kommenden Jahr fortsetzen“, fasst Bergerhoff zusammen. „Nur in enger Abstimmung können wir eine tragfähige Krankenhausentwicklung und eine zukunftsfähige Gesundheitsversorgung als Teil der kommunalen Daseinsvorsorge erreichen.“ Die Konferenzen werden organisiert und koordiniert vom Klinikreferat der Stadt Frankfurt am Main.