Wissenschaftsstadt Darmstadt setzt sich weiterhin für besseren Lärmschutz an der A5 ein
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Anlässlich eines Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung vom 28. September 2023 zur Lärmbelastung durch die Autobahn A5, besonders im Bereich der Heimstättensiedlung, aber auch der Waldkolonie und Eberstadt hat die Wissenschaftsstadt Darmstadt intensive Gespräche mit den zuständigen Stellen auf Landes- und Bundesebene geführt. Als eine der Folgen hat die zuständige Autobahn GmbH des Bundes daraufhin eine umfassende Berechnung der Lärmbelastung entlang der A5 im Bereich Heimstättensiedlung vorgenommen.Die Ergebnisse zeigen, dass die geltenden Richtwerte für Lärm im Bereich Heimstättensiedlung sowohl am Tag als auch in der Nacht nicht überschritten werden. Nach Einschätzung der Autobahn GmbH besteht daher derzeit keine rechtliche Grundlage für ordnungsrechtliche Maßnahmen wie Geschwindigkeitsreduzierungen.Auch das Hessische Wirtschaftsministerium bestätigte die Ergebnisse der Berechnungen. Zudem wurde festgestellt, dass aufgrund der größeren Entfernung zur Autobahn in den Bereichen Waldkolonie und Eberstadt ebenfalls keine Überschreitungen der Richtwerte zu erwarten sind. Weitere Faktoren wie Waldzustand oder Windrichtung wurden hinsichtlich möglicher Temporeduzierungen als nicht entscheidungsrelevant bewertet.Als möglicher Ansatz für zusätzlichen Lärmschutz wurde die Aufnahme der betroffenen Abschnitte der A5 in das Programm der freiwilligen Lärmsanierung des Bundes geprüft. Dieses Programm ermöglicht unter bestimmten Voraussetzungen Maßnahmen wie Lärmschutzwände, lärmmindernde Fahrbahnbeläge oder ergänzende passive Schutzmaßnahmen an Gebäuden.Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich deshalb bei der Autobahn GmbH ausdrücklich dafür eingesetzt, die Bereiche Heimstättensiedlung, Waldkolonie und Eberstadt in das Lärmsanierungsprogramm aufzunehmen. Nach Angaben der Autobahn GmbH erfolgt die Umsetzung möglicher Maßnahmen jedoch auf Grundlage einer bundesweiten Priorisierung. Dabei spielen unter anderem die Anzahl der Betroffenen, die Höhe der Belastung sowie verfügbare personelle und finanzielle Ressourcen eine Rolle. Deshalb kann derzeit keine Aussage darüber getroffen werden, ob und wann konkrete Maßnahmen an der A5 entlang des Darmstädter Stadtgebiets umgesetzt werden können.„Wir sehen die aktuelle Situation aus Sicht des Gesundheits- und Lärmschutzes als sehr unbefriedigend. Gleichzeitig gilt es festzustellen, dass die uns offenstehenden Wege für Verbesserungen aktuell leider ausgeschöpft sind. Ich werde mich dennoch weiterhin mit großem Nachdruck für zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen entlang der A5 einsetzen. Insbesondere mögliche gesetzliche Änderungen müssen genutzt werden, um Verbesserungen für die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger in der Heimstättensiedlung, Eberstadt und der Waldkolonie zu erreichen“, fasst der zuständige Umweltdezernent Michael Kolmer die Situation zusammen.