Wissenschaftsstadt Darmstadt zieht Bilanz zur Expo Real 2026

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Darmstadt

Expo Real 2026 in München v.l.n.r.: Landrat Oliver Quilling (Landkreis Offenbach), Oberbürgermeister Hanno Benz (Darmstadt), Oberbürgermeister Nino Haase (Mainz), Bürgermeister Dr. Nils Kößler (Frankfurt), Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende (Wiesbaden), Dr. Robin L. Fritz (FPS Rechtsanwaltsgesellschaft). Quelle: Darmstadt Marketing GmbH Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat sich mit einem grundlegend neu aufgestellten Messeauftritt auf der Expo Real in München präsentiert. Auf Europas größter Fachmesse für Immobilien und Investitionen zeigte sie, was den Standort ausmacht: die Breite eines Wirtschaftsstandorts von Raumfahrt über Pharma und Chemie bis zu IT und Spitzenforschung, verbunden mit einer kulturell reichen Stadt der kurzen Wege. Nach drei intensiven Messetagen ziehen Stadt und Standpartner ein positives Fazit.Neuer Auftritt, neue FormateDarmstadt prägt die Welt von morgen und denkt sich dabei immer wieder neu. Diesen Anspruch hat die Stadt in diesem Jahr auch an ihren Messeauftritt gestellt. Mit der neustrukturierten Wirtschaftsförderung wurde das Standkonzept umgestellt und stärker auf das direkte Gespräch mit Projektentwicklern und Investoren ausgerichtet. Vorgestellt wurden konkrete Entwicklungsflächen, darunter das Klinikumsgelände in Eberstadt. Per Virtual Reality konnten Besucherinnen und Besucher zudem Stadtentwicklungsprojekte wie das Ludwigshöhviertel erkunden.Gemeinsam über kommunale Grenzen hinwegEin Stand, viele Partner: Gemeinsam mit dem Landkreis Darmstadt-Dieburg, dem Kreis Groß-Gerau, der bauverein AG sowie der Sparkasse Darmstadt und Dieburg zeigte die Wissenschaftsstadt, wie Zusammenarbeit über kommunale Grenzen hinweg gelingt. Der gemeinsame Auftritt machte sichtbar, was den Standort in der Metropolregion FrankfurtRheinMain trägt: kurze Wege zwischen Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft und die Bereitschaft, Entwicklungen gemeinsam zu gestalten.Entscheidungsträger im GesprächOberbürgermeister Hanno Benz und Stadtkämmerer André Schellenberg, als Dezernent für das Immobilienmanagement der Stadt zuständig, führten zahlreiche Gespräche mit Entscheidungsträgern aus der Immobilienbranche. „Die Expo Real ist für uns kein Selbstzweck, sondern ein Ort, an dem aus Kontakten Projekte werden“, so Oberbürgermeister Hanno Benz. Mehrere dieser Gespräche werden nun im Nachgang der Messe fortgesetzt.Neue Wege für das kommunale BauenEin Schwerpunkt der Gespräche lag auf den Chancen für das kommunale Bauen. Mit Unternehmen der Bau- und Immobilienwirtschaft tauschte sich die Stadt über Möglichkeiten aus, öffentliche Gebäude wie Schulen, Kitas, Sporthallen oder Verwaltungsbauten schneller und verlässlicher zu realisieren. Dazu zählen serielle und modulare Bauweisen mit vorgefertigten Elementen, Planung und Bau aus einer Hand sowie eine Betrachtung über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes, die auch Betrieb und Nachhaltigkeit einbezieht. Für die Stadt eröffnen solche Ansätze die Möglichkeit, dringend benötigte Infrastruktur trotz knapper Haushaltsmittel und begrenzter Planungskapazitäten zügig umzusetzen.Drei Diskussionsrunden in der MetropolarenaOberbürgermeister Hanno Benz nahm an drei Diskussionsrunden der Metropolarena FrankfurtRheinMain teil. Themen waren die digitale Resilienz für Südhessen, die Gestaltung interkommunalen Wachstums und der Wandel der Innenstädte.Zum Abschluss des ersten Messetages diskutierte er in einer von der FrankfurtRheinMain GmbH organisierten Runde mit dem Mainzer Oberbürgermeister Nino Haase, dem Wiesbadener Oberbürgermeister Gert-Uwe Mende, dem Landrat Oliver Quilling des Landkreises Offenbach, dem Frankfurter Bürgermeister und Wirtschaftsdezernenten Dr. Nils Kößler sowie Dr. Robin L. Fritz von der FPS Rechtsanwaltsgesellschaft. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Kommunen bei wachsender Bevölkerung und steigenden Beschäftigtenzahlen gemeinsam Wohn- und Gewerbeflächen sichern können.Benz berichtete dort vom Wachstumsplan 2035, den die Wissenschaftsstadt Darmstadt und der Landkreis Darmstadt-Dieburg gemeinsam angestoßen haben. „Der Wachstumsplan ist das erste Instrument, mit dem sich Stadt und Landkreis gemeinsam und strukturiert Gedanken über die künftige Ausrichtung unserer Region machen“, so der Oberbürgermeister. „Wohnen, Gewerbe und Mobilität machen nicht an Verwaltungsgrenzen halt. Wachstum ist eine Chance, wenn wir es aktiv und gemeinsam gestalten.“Innenstadt: Die Mischung zahlt sich ausDie Entwicklung der Darmstädter Innenstadt diskutierte Oberbürgermeister Hanno Benz mit Konstantin Kolb und Roland Biskupek. Dabei wurde deutlich, wie es mit privaten und heimischen Investoren Stück für Stück vorangeht. Erfolgreiche Investitionen wie die „Town Hall“ (ehemals „Römer-Eck“) und die Übernahme des Luisencenters durch Darmstädter Investoren stehen für das Vertrauen in den Standort. Hinzu kommt die Strategie der Stadt, Verwaltungsstandorte wieder verstärkt in die Innenstadt zu holen. Das Rathausfoyer ist dafür als Ankerpunkt in der City ein sichtbares Beispiel und bringt täglich Menschen ins Zentrum.Auch der öffentliche Raum trägt zur Belebung bei. Am Friedensplatz sind im Umfeld von Landesmuseum, Haus der Geschichte und Residenzschloss neue Cafés und Bars entstanden, der Ernst-Ludwigs-Platz wird derzeit saniert. So soll Schritt für Schritt eine Innenstadt entstehen, in der Handel, Arbeiten, Gastronomie, Kultur und Aufenthaltsqualität zusammenwirken.Dass diese Kombination der richtige Weg ist, legen auch Fachstudien nahe. So nennt die PwC-Untersuchung „Transformation der Innenstädte“ die Mischung aus Einzelhandel, Büro, Wohnen und Gastronomie als sinnvolle Perspektive für zentrale Innenstadtimmobilien. „Durch diese Beispiele wird deutlich, dass Zukunftsfragen nur gemeinsam zu beantworten sind“, bilanziert der Oberbürgermeister.Standortarbeit über die Expo Real hinausDer neue Messeauftritt ist Teil einer grundsätzlichen Neuausrichtung von Öffentlichkeitsarbeit und Wirtschaftsförderung. So war die Wissenschaftsstadt in diesem Jahr gemeinsam mit dem im vergangenen Jahr gegründeten Games Hub erstmals auf der Gamescom in Köln vertreten. Unmittelbar vor der Expo Real reiste zudem eine Wirtschaftsdelegation in die Partnerstadt San Antonio (USA), um Kontakte zu Unternehmen und Institutionen vor Ort zu vertiefen. Künftig soll in Zusammenarbeit mit der FrankfurtRheinMain GmbH auch der Messestandort Frankfurt stärker genutzt werden. Dahinter steht ein klares Ziel: Chancen konsequent nutzen, neue Märkte erschließen und Investoren sowie Projektentwickler verstärkt nach Darmstadt holen.Impulse für die nächsten Schritte„Darmstadt hat auf der Expo Real gezeigt, dass Wirtschaft, Wissenschaft und Stadtentwicklung zusammengedacht werden müssen“, bilanzieren Oberbürgermeister Hanno Benz und Stadtkämmerer André Schellenberg: „Wir nehmen wertvolle Impulse mit – und die Aufgabe, diese gemeinsam mit unseren Partnern in konkrete Schritte zu übersetzen.“