Zufahrtsschutz am Opernplatz vollständig eingerichtet und begrünt

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Frankfurt

19 neue Schutzmodule verbinden Sicherheit mit Stadtgestaltung

ffm. Die Westseite des Opernplatzes ist nun vollständig mit neuen Zufahrtsschutzmodulen gesichert. Insgesamt 19 massive, eigens entwickelte Schutzelemente schützen den Bereich vor Überfahrten zwischen südlicher Fußgängerquerung und Alter Oper – jene Seite des traditionsreichen Platzes, die aufgrund der unmittelbar angrenzenden, stark und schnell befahrenen Taunusanlage besonders sensibel ist.

Die neuen Module ersetzen die bisherigen Betonbarrieren, die nach dem Terroranschlag von Nizza 2016 als schnelle Interimslösung eingeführt worden waren. Mit den neuen Anlagen setzt die Stadt Frankfurt am Main nun erstmals auf eine als Zufahrtsschutz zugelassene Lösung, die Sicherheitsanforderungen, Funktionalität und Gestaltung miteinander verbindet.

Kurz vor dem Frühsommerwochenende haben Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert und Markus Fein, Intendant der Alten Oper, die vollständig eingerichteten und bepflanzten Schutzelemente am Opernplatz nun gemeinsam eingeweiht.

„Die neuen Zufahrtsschutzmodule aus Stahl sind deutlich robuster – und damit sowohl sicherer als auch weniger anfällig für Vandalismus als die Betonbarrieren, die wir bisher eingesetzt haben“, sagte Mobilitätsdezernent Siefert. „Gleichzeitig ist der Opernplatz einer der zentralen öffentlichen Kulturorte Frankfurts. Sicherheitsmaßnahmen müssen deshalb wirksam sein, ohne die Offenheit und Aufenthaltsqualität dieses Stadtraums einzuschränken.“

Mehr Grün auf dem Opernplatz

Die neuen Schutzmodule übernehmen zugleich eine zweite Funktion: Sie dienen als bepflanzbare Elemente und rahmen die Westseite des Opernplatzes künftig mit rund 400 Pflanzen. Zum Einsatz kommen trockenheitsverträgliche und pflegearme Stauden wie Polster-Phlox, Felsen-Fetthenne, Dachwurz, Teppich-Thymian, Katzenminze und Steppen-Salbei.

Drei unterschiedliche Pflanzkonzepte – naturnah-weich, architektonisch-minimalistisch und kontrastreich-bunt – sorgen für ein abwechslungsreiches Gesamtbild. Die rund zehn Tonnen schweren Stahlquader sind mit grauem Aluminium verkleidet und mit einem Relief des Frankfurter Adlers versehen. So entsteht ein gestalterisch zurückhaltender Zufahrtsschutz, der sich in das Umfeld des Opernplatzes einfügt.

Anordnung der Module folgt räumlichen Bedingungen des Opernplatzes

Die Positionierung der Module wurde eng an die räumlichen und technischen Anforderungen des Opernplatzes angepasst. Die Elemente sind möglichst nah an der Straße angeordnet, um die Schutzwirkung zu maximieren und gleichzeitig die nutzbare Platzfläche weitgehend zu erhalten.

Die Zwischenräume zwischen den Modulen ermöglichen weiterhin eine barrierefreie Nutzung des Platzes: Für Fußgängerinnen und Fußgänger stehen Durchgänge von knapp 1,50 Metern Breite zur Verfügung; hinzu kommen 50 Zentimeter Abstand zum Radweg. Auch die Bewegungsflächen vor den Ampelanlagen bleiben frei.

Bei der Planung mussten zudem bestehende Elemente wie Baumbestand, Litfaßsäule, Aufzug zur U-Bahnstation „Alte Oper“, Straßenbeleuchtung und Leitungsinfrastruktur berücksichtigt werden. Hinzu kommen besondere statische Anforderungen, da sich unter Teilen des Opernplatzes die U-Bahnstation „Alte Oper“ befindet. Die exakte Platzierung jedes einzelnen Moduls wurde daher präzise abgestimmt und auf den Zentimeter genau umgesetzt.

Die Gesamtkosten für die 19 Module betragen rund 775.400 Euro. Hinzu kommen rund 12.000 Euro für die Bepflanzung sowie etwa 25.000 Euro für Anzuchtpflege, Reinigung und Bewässerung im Zeitraum vom 1. Juni bis 31. Oktober. Mit den 812.000 Euro wird das geplante Budget von 870.000 um 58.000 Euro unterschritten.

Wie geht es weiter?

Nachdem das Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE) die Erstbepflanzung übernommen hat, wird nun die Dauerpflege der Pflanzen ausgeschrieben. Das Mobilitätsdezernat befindet sich zudem mit verschiedenen Anrainerinnen und Anrainern im Austausch, wie sich eine engmaschige und kontinuierliche Pflege – etwa über Patenschaften – langfristig organisieren lässt.

Parallel entwickeln das ASE und das Stadtplanungsamt Konzepte für weitere innerstädtische Bereiche, zunächst die Ostseite des Opernplatzes sowie die Freßgass. Aufgrund der dichteren Bebauung, der kleinteiligeren Verkehrsführung und der anderen städtebaulichen Situation sollen dort eigenständige sicherheitstechnische und gestalterische Lösungen entstehen.

An der Hauptwache, an der ein neues Zufahrtsschutzkonzept aufgrund der komplexen verkehrlichen und baulichen Situation zeitaufwändiger ist, werden die bereits existierenden Betonelemente als Interimslösung einheitlich in dem unempfindlichen Anthrazit-Ton gestrichen, den alle Einbauten im öffentlichen Raum Frankfurts besitzen. Damit erfolgt eine unaufwändige gestalterische Aufwertung, die allerdings noch keinen Mehrwert hinsichtlich Sicherheit bietet.

Fotos

Machen den Opernplatz nicht nur sicherer, sondern auch grüner: Die 19 neuen Zufahrsschutzmodule. Eingeweiht wurden sie von (v.l.): Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert, Michaela Kraft, Amtsleiterin des Amt für Straßenbau und Erschließung (ASE) und Dr. Markus Fein, Intendant der Alten Oper, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Michael Braunschädel 

Die neuen, zehn Tonnen schweren, begrünten Zufahrtsschutzelemente flankieren die gesamte Westseite des Opernplatzes. Eingeweiht wurden sie von (v.l.): Michaela Kraft, Leiterin des Amts für Straßenbau und Erschließung (ASE), Mobilitätsdezernent Wolfgang Siefert und Markus Fein, Intendant der Alten Oper, Copyright: Stadt Frankfurt am Main, Foto: Michael Braunschädel 

Kontakt für die Medien

Wiebke Lang, Pressesprecherin, Dezernat für Mobilität, Telefon 069/212-3148 , E-Mail wiebke.lang@stadt-frankfurt.de