ZukunftMobil
Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt – Mobilitäts- und Tiefbauamt, Abt. Mobilität
Die zweite Beteiligungsphase im Rahmen von ZukunftMobil, dem integrierten Verkehrsentwicklungsplan Darmstadt, ist erfolgreich abgeschlossen. „Die Rückmeldungen aus der Bürgerbeteiligung sind ein zentraler Baustein für den weiteren Planungsprozess“, betont Verkehrsdezernent Paul Georg Wandrey. „ZukunftMobil steht als Zukunftsplan Mobilitätsfrieden für das Ziel, die unterschiedlichen Anforderungen an Mobilität in Darmstadt fair auszugleichen und ein sicheres, nachhaltiges sowie verlässliches Miteinander aller Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer zu schaffen.“Im Mittelpunkt der Beteiligung (Bürgerforum am 18. März 2026 und Online-Beteiligung vom 4. bis 31. März 2026) stand die Bewertung konkreter Maßnahmen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten angeben, welche Ansätze ihnen wichtig sind. Dabei ging es unter anderem um die Handlungsfelder Fuß‑ und Radverkehr, ÖPNV und Sharing‑Angebote, Auto- und Wirtschaftsverkehr, Barrierefreiheit, Mobilitätsmanagement sowie Klima‑, Gesundheits‑ und Umweltschutz. Ergänzend konnten weitere Hinweise und Ideen formuliert werden.Die Ergebnisse werden nun systematisch ausgewertet. Die Auswertung fließt als eine von mehreren Perspektiven in die Finalisierung des integrierten Verkehrsentwicklungsplans ein. Ziel von ZukunftMobil ist eine nachhaltige, klimafreundliche und für alle Menschen zugängliche Mobilität in Darmstadt.Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des zweiten öffentlichen Beteiligungsforums haben klare Schwerpunkte gesetzt. An fünf thematischen Stationen hatten sie die Möglichkeit, sich zu neun Handlungsfeldern auszutauschen und die aus ihrer Sicht zehn wichtigsten Maßnahmenbündel zu priorisieren. An erster Stelle stand die Verbesserung des Radverkehrsnetzes, gefolgt von der Weiterentwicklung des ÖPNV-Angebots sowie Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit an Straßen und Kreuzungen. Ebenfalls hohe Priorität erhielten sichere und gut nutzbare Gehwege, klare Parkregeln sowie eine konsequente Durchsetzung bestehender Verkehrsregeln.Übergreifend zeigte sich ein klares Votum für eine ausgewogene Aufteilung des Straßenraums, eine höhere Aufenthaltsqualität und eine konsequente Umsetzung bereits geplanter Maßnahmen. „Zugleich wurde deutlich, dass ein dauerhafter Mobilitätsfrieden nur gelingen kann, wenn unterschiedliche Interessen im öffentlichen Raum fair berücksichtigt und Veränderungen nachvollziehbar kommuniziert werden“, so Wandrey. Viele Beiträge betonten die Notwendigkeit klarer Zuständigkeiten, ausreichender personeller Ressourcen sowie einer verlässlichen Kontrolle. Es wurde gefordert, Flächen im öffentlichen Raum ausgeglichen zu verteilen und Sicherheit, Klimaschutz und Lebensqualität gemeinsam zu verbessern.562 Personen haben zudem die Möglichkeit zur Online-Beteiligung genutzt und ihre Einschätzungen zu den Maßnahmenentwürfen abgegeben. Über ein Sterne‑Ranking konnten sie angeben, welche Ansätze ihnen besonders wichtig sind. Das Ergebnis gestaltet sich ähnlich: Rund ein Drittel (31 Prozent) hält den Radverkehr für das wichtigste Handlungsfeld einer zukunftsfähigen Mobilität. Jeweils 17 Prozent sprechen sich für einen stärkeren Fokus auf den ÖPNV inkl. Sharing‑Angeboten und den Fußverkehr aus.Als konkrete Maßnahmen standen die pragmatischen, umsetzungsorientierten Ideen für sichtbare Verbesserungen im Alltag im Vordergrund. Die vollständigen Ergebnisse sowie weitere Informationen zum Projekt ZukunftMobil sind unter www.darmstadt.de/zukunftmobil abrufbar.Für Mittwoch, 24. Juni, lädt die Wissenschaftsstadt Darmstadt zur öffentlichen Abschlussveranstaltung im Justus-Liebig-Haus ein. Beginn ist um 18 Uhr. Präsentiert werden die Ergebnisse aus anderthalb Jahren Arbeit am Verkehrsentwicklungsplan, einschließlich der finalen Maßnahmen und der nächsten Schritte.