Zwei Töchter erzählen von den NSU-Morden an ihren Vätern 

Veröffentlicht: Neuigkeiten Ort: Frankfurt

Lesung: „Unser Schmerz ist unsere Kraft“

ffm. Die Väter von Semiya Şimşek und Gamze Kubaşık wurden von der rechtsradikalen Terrorzelle Nationalsozialistischer Untergrund ermordet: Enver Şimşek wurde im September 2000 an seinem Blumenstand in Nürnberg getötet. Mehmet Kubaşık starb an den Folgen mehrerer Schüsse, die im April 2006 in seinem Kiosk in Dortmund auf ihn abgefeuert wurden.

Das gemeinsame Schicksal hat die beiden jungen Frauen zu Freundinnen und Autorinnen gemacht. Ihr in Zusammenarbeit mit der Journalistin Christine Werner verfasstes Buch „Unser Schmerz ist unsere Kraft“ ist jetzt für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Darin erzählen Semiya Şimşek und Gamze Kubaşık, wie die Morde ihre Familien erschüttert und aus ihrem bisherigen Leben gerissen haben, sie sprechen von Vorverurteilungen und vom Desinteresse der Öffentlichkeit. Sie berichten aber auch von einer großen Kraft, die in ihrem gemeinsamen Schmerz gewachsen ist, und sie bis heute weiterkämpfen lässt: gegen das Vergessen und für eine Zukunft ohne Ausgrenzung.

Zusammen mit Christine Werner stellen die Autorinnen ihr Buch am Donnerstag, 8. Oktober, um 19 Uhr im Bibliothekszentrum Sachsenhausen, Hedderichstraße 32, vor. Moderiert wird der Abend von Ali Şirin. Der Eintritt ist frei.

Die Lesung ist eine von mehreren Veranstaltungen zur Buchmesse in den Bibliotheken der Stadtbücherei. Das gesamte Begleitprogramm zur Buchmesse in der Stadtbücherei findet sich unter stadtbuecherei.frankfurt.de .